Sporosan®: eine Allianz für die Hygiene der Zukunft
Was passiert, wenn die Ingenieurskunst eines Global Players auf ein innovatives Desinfektions-Startup trifft? Ein Gespräch über die Zusammenarbeit zwischen dem Hersteller für Reinigungs- und Desinfektionstechnik Meiko und den Gründern von Nebula Biocides – und über ein Verfahren, das Hygiene schneller, sicherer und nachhaltiger machen soll. Überzeugen Sie sich selbst Ende April beim DGKH-Kongress in Berlin!
Frage: Wie entstand Sporosan®?
Jörn Winter (Nebula Biocides): Unser Ausgangspunkt war die Plasmamedizin-Forschung am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie. Dabei entdeckten wir, dass bei bestimmten Prozessen Peroxinitritsäure (ONOOH) entsteht – ein Molekül mit enormer Schlagkraft, aber extrem kurzer Lebensdauer von nur etwa einer Sekunde. Für uns stellte sich sofort die Frage: Lässt sich dieser Wirkstoff technisch kontrollieren und gezielt für Desinfektionsprozesse nutzen? Aus dieser Idee ist über mehrere Jahre ein anwendungsfähiges System entstanden.
Ansgar Schmidt-Bleker (Nebula Biocides): Unser Ziel war nie, ein weiteres Desinfektionsmittel zu entwickeln, sondern einen neuen Ansatz für Situationen, in denen klassische Verfahren an Grenzen stoßen.
Frage: Was macht diesen Ansatz besonders?
Ansgar Schmidt-Bleker: Der Wirkstoff wird nicht fertig gelagert, sondern erst im Prozess erzeugt – „just in time“. Nach erfolgter Desinfektion zerfällt er wieder vollständig, ohne persistente Rückstände der aktiven Substanz zu hinterlassen.
Jörn Winter: Das sorgt für eine hohe Material- und Umweltverträglichkeit. Und gleichzeitig haben wir eine schnelle Wirkung im Sekundenbereich gegen ein breites Erregerspektrum, auch gegen Bakteriensporen.
Frage: Wie kam es zur Zusammenarbeit zwischen Nebula Biocides und Meiko?
Marijan Simundic (Meiko): Die Idee einer sporiziden Desinfektion im Steckbeckenspüler beschäftigt uns schon lange. Mit diesem neuen Wirkprinzip wird sie erstmals realisierbar.
Genau darin liegt die Stärke der Kooperation: Nebula Biocides bringt den neuen chemisch-prozessorientierten Ansatz ein, wir die Erfahrung in Maschinenbau, Prozessintegration und Anwendungspraxis. Aber Sporosan® ist mehr als ein Produkt. Wir sehen es als Fundament für die Entwicklung zahlreicher Innovationen, weit über den Steckbeckenspüler hinaus. Einige haben wir bereits in der Pipeline.
Frage: Wo kann man Sporosan® live erleben?
Marijan Simundic: Wir sind im April gemeinsam auf dem DGKH-Kongress in Berlin an Stand B12. Außerdem werden wir dort auf einem Symposium am 28. April über die Grundlagen, Wirksamkeit und Anwendungsvielfalt von Sporosan® sprechen.
Ansgar Schmidt-Bleker: Und in unserem Wissenschaftsvortrag am selben Tag gehen wir gezielt auf die maschinelle Breitbanddesinfektion ein. Kommen Sie gerne vorbei!
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