MIT SICHERHEIT MEHR SPASS:

Die neue Atemschutzwerkstatt im Europa-Park Rust

Wenn sich Besucher im Europa-Park mit rasanter Geschwindigkeit ins Abenteuer stürzen, sorgt hinter den Kulissen ein eingespieltes Team dafür, dass Sicherheit jederzeit oberste Priorität hat. Ein zentraler Baustein dieses Sicherheitskonzepts ist die neue Atemschutzwerkstatt, die 2025 gemeinsam mit der modernen Feuerwache in Betrieb ging. Sie stellt sicher, dass die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr jederzeit mit hygienisch einwandfreier, geprüfter und einsatzbereiter Atemschutzausrüstung ausgestattet sind – ein entscheidender Faktor für den Schutz von Gästen und Mitarbeitenden. 

Leiter der Atemschutzwerkstatt im Europa-Park Rust

Mit dem Bau der neuen Werkstatt sind wir autark geworden. Das bedeutet kürzere Wege, schnellere Einsatzbereitschaft und maximale Kontrolle über Qualität und Hygiene.

Leiter der Atemschutzwerkstatt Philipp Trahasch

SICHERHEIT AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Mit täglich mehreren tausend Gästen gleicht der Europa-Park einer mittelgroßen Stadt. Um in Notfällen schnell reagieren zu können, wurde eine hochmoderne Leitstelle mit integrierter Feuerwache errichtet. Von hier aus sind alle Bereiche des Parks innerhalb von vier Minuten erreichbar. Spätestens 90 Sekunden nach Alarmeingang rückt das erste Einsatzfahrzeug aus. 

55 hauptamtliche Feuerwehrkräfte sorgen rund um die Uhr für vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz. Sie überwachen Brandmeldeanlagen, koordinieren Wartungen, beraten bei Neubauten und leisten im Ernstfall schnelle Hilfe. Unterstützt werden sie von 25 freiwilligen Feuerwehrleuten. Insgesamt bewältigt die Werkfeuerwehr bis zu 700 Einsätze pro Jahr – von Brandmeldungen über technische Hilfeleistungen bis hin zu medizinischen Notfällen. 

WARUM EINE EIGENE ATEMSCHUTZWERKSTATT?

Mit dem kontinuierlichen Wachstum des Parks nahm auch die Menge an persönlicher Schutzausrüstung stark zu. Atemschutzmasken, Pressluftatmer, Atemluftflaschen und Chemikalienschutzanzüge müssen nach jedem Einsatz sorgfältig gereinigt, geprüft und der Prozess dokumentiert werden. Früher wurde die Aufbereitung extern durchgeführt – ein zeit- und personalintensiver Prozess mit langen Transportwegen.

„Mit dem Bau der neuen Werkstatt sind wir autark geworden“, erklärt Werkstatt-Leiter Philipp Trahasch. „Das bedeutet kürzere Wege, schnellere Einsatzbereitschaft und maximale Kontrolle über Qualität und Hygiene.“ Heute betreut das Team nicht nur die eigene Ausrüstung, sondern auch die der Feuerwehr Rust. So stärkt die neue Werkstatt die regionale Zusammenarbeit und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit.

Heute haben wir jeden Schritt selbst in der Hand. Das reduziert Ausfallzeiten erheblich und stellt sicher, dass immer ausreichend geprüfte Geräte zur Verfügung stehen.

Werkstatt-Leiter Philipp Trahasch

MODERNE TECHNIK FÜR MAXIMALE HYGIENE

In der neuen Atemschutzwerkstatt werden mehr als 100 Masken, 40 Pressluftatmer, über 80 Lungenautomaten, 50 Atemluftflaschen sowie acht Chemikalienschutzanzüge instandgehalten. Zusätzlich kommen regelmäßig weitere Gerätschaften zur Aufbereitung hinzu – etwa Trainingsmasken für Erste-Hilfe-Schulungen oder Spezialmasken aus der Wasserwelt Rulantica.

Nach einem Einsatz gelangt die verschmutzte Schutzausrüstung über einen klar definierten Schwarzbereich in die Wasch- und Aufbereitungszonen. Bei starker Verschmutzung erfolgt eine manuelle Vorreinigung. Die Geräte werden in der Reinigungsmaschine TopClean D gründlich von Schmutz, Ruß und Schadstoffen befreit. Masken und Lungenautomaten werden in Einzelteile zerlegt und im TopClean H gereinigt und desinfiziert und anschließend im Trockenschrank getrocknet.

Jedes Bauteil wird geprüft und bei Bedarf ersetzt. Erst nach bestandener Endkontrolle wird die Ausrüstung verpackt, gekennzeichnet und wieder eingelagert. Dieser lückenlose Prozess sorgt für höchste Hygienestandards und maximale Sicherheit für die Einsatzkräfte.

SCHNELLER WIEDER EINSATZBEREIT

Der größte Vorteil der Atemschutzwerkstatt liegt in der enormen Zeitersparnis. Je nach Umfang können morgens angelieferte Geräte bereits am Nachmittag wieder vollständig einsatzbereit sein. Früher dauerte dieser Prozess durch den externen Dienstleister oft mehrere Tage. 

„Heute haben wir jeden Schritt selbst in der Hand“, betont Trahasch. „Das reduziert Ausfallzeiten erheblich und stellt sicher, dass immer ausreichend geprüfte Geräte zur Verfügung stehen.“ Gerade im 24-Stunden-Betrieb einer Werkfeuerwehr ist diese Verfügbarkeit entscheidend, um im Ernstfall keine Zeit zu verlieren. 

MEHR SICHERHEIT FÜR MITARBEITENDE

Neben der Effizienz spielt der Gesundheitsschutz eine zentrale Rolle. Die geschlossenen Reinigungsprozesse minimieren den direkten Kontakt mit Schadstoffen und reduzieren das Risiko von Kontaminationsverschleppung erheblich. Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze und optimierte Arbeitsabläufe sorgen zudem für eine körperlich entlastende und sichere Arbeitsumgebung. 

Die neue Werkstatt schafft damit nicht nur höhere Sicherheitsstandards für die Gäste, sondern auch für die Mitarbeitenden selbst. Saubere, einwandfreie Schutzausrüstung bedeutet maximale Sicherheit im Einsatz – ein unverzichtbarer Faktor für die tägliche Arbeit der Feuerwehrkräfte. 

EIN STARKER PARTNER IN PLANUNG UND UMSETZUNG

Bei der Planung und Ausstattung der Atemschutzwerkstatt setzte der Europa-Park auf MEIKO als erfahrenen Spezialisten. Von der Konzeption über die Raumplanung bis hin zur technischen Ausstattung wurde alles aus einer Hand realisiert. Kurze Kommunikationswege, flexible Anpassungen während der Bauphase und ein verlässlicher Service spielten dabei eine entscheidende Rolle.

MEHR SICHERHEIT – MEHR ERLEBNIS

Die neue Atemschutzwerkstatt ist ein zentraler Baustein im umfassenden Sicherheitskonzept des Europa-Parks. Sie sorgt dafür, dass die Einsatzkräfte jederzeit optimal ausgestattet sind und schnell reagieren können. Das Ergebnis: ein Höchstmaß an Sicherheit für Millionen von Gästen und Tausende Mitarbeitende.

Während sich die Besucher unbeschwert dem Vergnügen hingeben, arbeitet hinter den Kulissen ein hochprofessionelles Team daran, Risiken zu minimieren und im Ernstfall schnell und zuverlässig Hilfe zu leisten. So trägt die neue Atemschutzwerkstatt entscheidend dazu bei, dass ein Besuch im Europa-Park nicht nur spannend, sondern vor allem sicher ist – und damit noch mehr Spaß macht. 

DAS EUROPA-PARK ERLEBNIS-RESORT IN ZAHLEN

  • eröffnet 12. Juli 1975 
  • seitdem 150 Mio. Gäste 
  • 5.800 Betten im Jahr 2025 
  • 5.500 Mitarbeitende  
  • Europa-Park: Über 100 Attraktionen und Shows in 20 Themenbereichen  
  • Rulantica: Über 50 Attraktionen und Shows 
  • 6 parkeigene 4-Sterne (Superior) Hotels und Silver Lake City (Camping & Caravaning) sowie Riverside Lodge (ab Sommer 2026)  
  • Rund 90 ländertypische Restaurants, Snackbetriebe und Cafés in der Park- und Hotelgastronomie (circa 60 im Europa-Park, 13 in Rulantica und circa 20 in den sechs parkeigenen Erlebnishotels) 

DIE FEUERWACHE IN ZAHLEN

  • 55 hauptberufliche und 25 freiwillige Feuerwehrleute, 20 Mitarbeitende auf der Sanitätsstation und 50 Aushilfen 
  • 2 Wachabteilungen mit jeweils 10 Funktionen besetzt im 24h Dienst 365 Tage im Jahr 
  • 3 Jahre von Konzept bis Umsetzung 
  • 700 Einsätze pro Jahr 
  • 10 Millionen Euro Investition für Leitstelle und Feuerwache 
  • Material der Werkfeuerwehr des Europa-Parks 
    • über 100 Atemanschlüsse (Überdruckmasken) 
    • 40 Pressluftatmer 
    • über 80 Lungenautomaten 
    • über 50 Atemluftflaschen 
    • 8 Chemikalien-Schutzanzüge